Internationale Weiterbildung - Vom Süden lernen

Mit dem Bereich Internationale Weiterbildung wird das 4.Ziel des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung - die Verstärkung internationaler Kooperationen - aufgegriffen. Damit wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass Nachhaltigkeit nur im Rahmen einer globalen Perspektive und Zusammenarbeit möglich ist.

Unsere Arbeitsgemeinschaft hat die Internationale Weiterbildung als eigenständigen Bildungsbereich in der Norddeutschen Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (NUN) etabliert.

Wir verstehen Internationale Weiterbildung dabei als übergreifenden und übergeordneten Querschnittsbereich einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Für NUN bedeutet dies, dass Internationale Weiterbildung in allen anderen Bildungsbereichen und bei allen Bildungsthemen jeweils mitgedacht werden muss.

Internationale Weiterbildung konkretisiert sich durch ein gemeinsames Lernen voneinander "auf Augenhöhe".

In unserer Arbeitsgruppe "vom Süden lernen" nehmen wir die Erfahrungen der Menschen aus dem Süden als Ansatzpunkt von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Denn nur im Austausch mit dem Süden können wir begreifen, wie wir unserer Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung in der Einen Welt gerecht werden und diese umsetzen können. In diesem Sinne können und müssen wir noch viel "vom Süden lernen".

Wir bemühen uns in der AG "vom Süden lernen",  Perspektiven zu wechseln und neue hinzu zu gewinnen. In diesem Sinne haben sich in unserer AG drei "Fokusgruppen" herausgebildet: Gäste aus dem Süden stehen dafür, dass der Süden im Norden und der Norden vom Süden lernt; Rückkehrer/innen eines Freiwilligendienstes im Süden haben erlebt, was der Norden "vom Süden lernen" kann, und schließlich können Migrant/innen dazu beitragen, im Norden vom Süden zu lernen.

Auf der ersten NUN-Konferenz 2005 in Lübeck beschäftigte sich unsere Arbeitsgruppe als Plattform zum Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und ausländischen Multiplikator/innen mit dem Thema "Nachhaltiger Konsum". Das Thema wurde mit dem Wissen und aus der Sicht von Stipendiat/innen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus Afrika, Lateinamerika und Asien reflektiert. Die Gäste aus dem Süden stellten Best Practices aus dem Süden zu den Schwerpunkten Wasser, Energie, Ernährung, Landwirtschaft und nachwachsende Rohstoffe vor und verdeutlichten damit Problemstellungen und Wechselwirkungen. Auf dieser Grundlage suchte die Arbeitsgruppe gemeinsam nach zukunftsfähigen Lösungsansätzen.

Auf der NUN-Konferenz 2007 in Hamburg erweiterten wir die BNE-Perspektive "vom Süden lernen" um diejenige der Rückkehrer/innen. Diese diskutierten mit Vertreter/innen von Südbildungsprojekten, Entwicklungshelfer/innen und allen interessierten Konferenzteilnehmer/innen über ihre Arbeit und Lösungsansätze zu Unterthemen von Energie und Klima. Gemeinsam reflektierten wir, inwiefern die Praxisbeispiele aus "dem Süden" auch für uns "im Norden" neue und nachhaltige Ideen enthalten können.

Auf der nachfolgenden NUN-Konferenz 2009 in Schwerin zum Thema "Partizipation - Eine Herausforderung in der Bildung für nachhaltige Entwicklung" kam in unserer Arbeitsgruppe noch die Perspektive der Migrant/innen hinzu.  Es wurden fünf Projekte aus der Nord-Süd-Kooperation für Bildung für nachhaltige Entwicklung vorgestellt und in Arbeitsgruppen unter dem Gesichtspunkt gesellschaftlicher Partizipation beleuchtet.

Ziel der AG Internationale Weiterbildung ist es, anhand der jeweiligen Themen der NUN-Konferenzen Leitlinien zu entwickeln, wie Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung sinnvollerweise aussehen kann.

Auf dieser Grundlage entstehen konkrete NUN-Projekte. Für die Fokusgruppe der Rückkehrer/innen ist in diesem Rahmen für November 2010 ein Workshop mit dem Titel "Vernetzungsworkshop - Rückkehrer/innen in der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit für die Städtepartnerschaft Hamburg - Dar es Salaam" geplant. Somit wird ein Teilbereich der AG "Vom Süden lernen" weiter verfolgt.

Auch auf der kommenden NUN-Konferenz 2011 soll das Thema Internationale Weiterbildung möglichst vielfältig behandelt und es sollen gemeinsam neue, innovative Ideen entwickelt werden.
Sie sind dazu eingeladen, mit uns zu reflektieren, wie Internationale Weiterbildung für nachhaltige Entwicklung weitergedacht werden kann.

ZIELE

Die permanente Arbeitsgruppe "Vom Süden lernen" bietet Erfahrungsaustausch und Vernetzung zwischen deutschen und ausländischen Multiplikator/innen im Bildungsbereich Internationale Weiterbildung.

MITGLIEDER

  • Hamburg
      • Wolfgang Grätz
        Freie und Hansestadt Hamburg
        Senatskanzlei
        Poststraße 11
        20354 Hamburg
        Tel.: (040) 42831-2500
        Email: wolfgang.graetz(at)sk.hamburg.de
      • Tanja Neubüser
        Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V.
        Jessenstraße 4
        22767 Hamburg
        Tel.: (040) 38 61 61 13
        Email: info(at)dtpev.de
      • Werner Mauch
        UNESCO Institut für Lebenslanges Lernen
        Feldbrunnenstraße 58
        20148 Hamburg
        Tel.: (040) 448041-28
        Email: w.mauch(at)unesco.org
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
    • Gabriele Janecki
      Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen
      Hausmannstr. 23
      30159 Hannover
  • Schleswig-Holstein
  • Koordinator (Hamburg)
    • Kai-Oliver Farr
      GIZ Regionales Zentrum Hamburg
      Poststraße 51
      20354 Hamburg
      Tel.: (040) 180 4724 52
      Email: kai-oliver.farr(at)giz.de

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