Informelle Bildung

Es gibt unterschiedliche Definitionen, was man unter "Informeller Bildung" oder auch unter "Informellem Lernen", was ab und zu gleich gesetzt wird, versteht.
So heißt es z.B. (bei Salmi über "informal education") "Es handelt sich dabei um Bildung, die von Instanzen vermittelt wird, deren erste Aufgabe eigentlich nicht in diesem Feld liegt, wie z.B. Zeitungen, Fernsehen, Bibliotheken, Internet, von Jugendorganisationen, Hobbyaktivitäten oder innerhalb der Familie."
Informelles Lernen als Teil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung hat das Ziel, zu einem nachhaltigeren Lebensstil zu motivieren und Wege dorthin aufzuzeigen, ohne im Einzelnen vorzugeben, was "nachhaltiger Alltag" ist. Dabei werden Begegnungen genutzt, die nicht im Sinne einer Bildungsveranstaltung nach dem klassischen Lehrer-Schüler-Muster stattfinden. Beispiele sind Besuche in Freizeiteinrichtungen wie Zoos, Schutzgebieten, Museen oder Umweltzentren.
Daneben findet informelles Lernen auch bei ehrenamtlichen Tätigkeiten und im arbeitsweltlichen Kontext statt.
Methodisch existiert eine große Palette an Möglichkeiten, darunter die gezielte Gestaltungsarten von Printmedien, Gästeführungen, Ausstellungen, Multimedia-Angebote und eine Vielzahl weiterer, sich aus den spezifischen Zielvorstellungen ableitenden Methodik-Ansätze.
Mit Blick auf das bildungspolitisches Ziel eines "Lebenslangen Lernens" wendet sich Informelles Lernen insbesondere an Erwachsene in Arbeit und Freizeit, da diese Zielgruppe ab einem Alter von ca. 20 Jahren von formalen Bildungsinstitutionen in der Regel nicht mehr erreicht wird.
Im Rahmen der norddeutschen Partnerschaft NUN ist es ein weiteres Ziel, durch länderübergreifende Kooperationen zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft eine Stärkung der Akteure von informeller Bildung in Norddeutschland zu erreichen. Dabei sollen grenzübergreifende Lernprozesse angestoßen und Vernetzungen ermöglicht werden, insbesondere in der gemeinsamen Bearbeitung von spezifisch norddeutschen Themen wie Meeresschutz, Windenergie, Tourismus usw.

ZIELE

Zu einem nachhaltigeren Lebensstil motivieren und Wege dorthin aufzuzeigen. Dabei werden Begegnungen genutzt, die nicht nach dem klassischen Lehrer-Schüler-Muster stattfinden, sondern z. B. während Besuchen in Freizeiteinrichtungen. Länderübergreifende Kooperationen zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Dabei sollen grenzübergreifende Lernprozesse und Vernetzungen angestoßen werden, insbesondere in der gemeinsamen Bearbeitung von norddeutschen Themen

MITGLIEDER

Koordinator (Hamburg)

  • Jürgen Forkel-Schubert
    Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Projektstelle
    Nachhaltige Entwicklung, Referat Umweltbildung, FÖJ
    Stadthausbrücke 8
    Tel.: 040/428 40-2144
    Email: juergen.forkel-Schubert(at)bsu.hamburg.de

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