Resümee der 3. NUN-Konferenz in Schwerin
Nun ist sie Geschichte, die dritte Konferenz der norddeutschen Partnerschaft. Weit mehr als 200 engagierte Fachleute aus allen Bildungsbereichen haben der Veranstaltung Leben eingehaucht. Dass es sich nicht um eine klassische Konferenz handelte, ahnten die Teilnehmer bereits bei der Sicherheitsüberprüfung zum Eintritt in das Schweriner Schloss. Es beherbergt nämlich nicht nur ein Museum, es ist in erster Linie der Sitz des Landtages. Ausgehend von dieser Konferenz sind die Aktivitäten der NUN inzwischen bei allen demokratischen Parteien auf großes Interesse gestoßen. Besondere Beachtung fand auch die Auszeichnung des Ozeaneums Stralsund sowie des Solarzentrums Wietow bei Wismar als offizielle Dekadeprojekte aus Mecklenburg-Vorpommern. Dies war aber nur eine Facette, die Bedeutung von Partizipation in der Bildungsarbeit herauszustellen. Der bunte Strauß an Beiträgen und Programmpunkten über das eigentliche Konferenzprogramm hinaus haben dazu beigetragen, die Konferenz farbig zu gestalten. Besondere Aufmerksamkeit fanden die Schüler-Mediengruppe, die Stadtführungen aus jugendlicher Sicht sowie der Blick in die Geschichte bei einer Schlossführung.
Nachhaltig gewirkt hat auch die Integration der Bundesgartenschau 2009 und des Solarzentrums in Wietow. Diese Lernstationen haben sehr anschaulich die breite Vielfalt der Partizipation in Bildungsprozesse präsentiert. Sie bieten ihre Bildungsprogramme übrigens auch alle länderübergreifend an. Ohne sie hätte die Konferenz nicht diese Lebendigkeit erfahren.
Lebendig waren aber vor allem die Diskussionen in den Arbeitsgruppen. Die Vorsitzende der ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung) in Mecklenburg-Vorpommern, Ulrike Seemann-Katz, hob den Austausch mit vielen bekannten und auch neuen Akteuren hervor. Sie wünscht sich als Impuls durch diese Konferenz eine noch intensivere Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen in der norddeutschen Partnerschaft. Das bedeutet für die weitere Arbeit, insbesondere um das gemeinsame Projekt einer norddeutschen Zertifizierung von Bildungsanbietern voranzubringen, eine Verbesserung der internen Kommunikation und eine nimmermüde Informationsarbeit über den Kreis der Bildungsfachleute hinaus.
Für eine Konferenz dieser Größenordnung war die Plenumsdiskussion nach der Fishbowl-Methode eher ungewöhnlich. Wenn auch nicht alle zu Wort kamen, so blieben doch einige bemerkenswerte Anregungen für die weitere Arbeit haften. Nicht nur, dass in der zweiten Hälfte der UN-Dekade ein noch größeres Augenmerk auf die Beteiligung der Wirtschaft gelegt werden soll, die norddeutsche Partnerschaft muss sich auch strukturell neu ordnen. Besonders wichtig scheint mir die Aussage, dass der Spaß bei der gemeinsamen Arbeit nicht zu kurz kommen darf. Länderübergreifende Projekte lassen sich nicht „von oben“ verordnen, sie können nur gemeinsam von unten wachsen.
Apropos wachsen: Der BUGA-Klimawald in Neuhof bei Schwerin ist um 700 m² größer geworden. Seit dem 31. Oktober 2009 wachsen dort viele neue Bäume. Jetzt können wir zu Recht behaupten, nicht nur während der Konferenz war das Klima recht gut, inzwischen ist auch die CO2-Bilanz wieder ausgeglichen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Mecklenburg-Vorpommern war gerne Gastgeber. Besonderen Dank möchte wir den Sponsoren aussprechen.
Rückblick auf das Programm der 3. NUN-Konferenz


