Grundlagen

Auf der 3. NUN-Konferenz 2009 in Schwerin vereinbarten alle NUN-Länder, bis 2014 auf der Grundlage gemeinsamer Kritierien einen NUN-Qualitätsstandard für die außerschulische BNE einzuführen. Außerdem sollen zur Unterstützung der Antragstellenden und Zertifizierten spezifische länderübergreifende Weiterbildungsangebote aufgebaut und die NUN-Dachmarke bei den Zielgruppen bekannt gemacht werden.

Basierend auf den Erfahrungen von Schleswig-Holstein, das seit 2004 eine BNE-Zertifizierung anbietet, wurden in einem gemeinsam von Behörden und Nichtregierungsorganisationen getragenen, mehrjährigen Prozess Qualitätskriterien entwickelt und untereinander abgestimmt.

Nach Schleswig-Holstein führte im Jahr 2013 Mecklenburg-Vorpommern und 2014 dann auch Hamburg die NUN-Zertifizierung ein. Jedes Bundesland richtete eine eigene Zertifizierungskommission und Geschäftsstelle für die Zertifizierung ein. Die Länder verantworten die Umsetzung der Zertifizierung selbstständig und können in begrenztem Umfang abweichende Regelungen beim Zertifizierungsverfahren und den Qualitätskriterien einführen. Die Änderungen dürfen jedoch nicht wesentliche Grundlagen der Zertifizierung aushebeln.

Nach dem Ende der UN-Dekade BNE 2005-2014 unterzeichneten die Umweltressorts der drei Bundesländer SH, MV und HH einen Vertrag, in dem sie eine Weiterarbeit im Rahmen des UNESCO Weltaktionsprogramms 2015-2019 beschlossen und eine länderübergreifende Lenkungsgruppe (LüL) mit der Aufgabe der länderübergreifenden Harmonisiering beauftragten.

In der norddeutschen Lenkungsgruppe LüL wirken sowohl Behörden als auch Nichtregierungsorganisiationen und Mitglieder aus den Zertifizierungskommissionen der Länder mit.

Ziel der nächsten Jahre ist es, im Dialog mit allen Bildungsträgern und den Zertifizierten das NUN-Qualitätssystem zu etablieren und weiterzuentwickeln.