Erläuterungen zu den Themenworkshops

Themenworkshop 1     

Schule wird mobil - Bildung für nachhaltige Entwicklung am außerschulischen Lernort phaeno
phaeno Wolfsburg

Ziel: Das didaktische Konzept von phæno leistet einen Beitrag zum Kompetenzerwerb im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das phæno-Lehrerteam stellt die „Methode phæno“ und spezielle Angebote im Bereich BNE vor, dabei spielt die curriculare Anbindung eine besondere Rolle. Im Zentrum steht die Frage, wie das phæno den schulischen Unterricht sinnvoll ergänzen kann.
Erfahren Sie mehr über unser Konzept zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und erproben Sie eigenhändig Experimente aus unserem Workshop „Energie“, der spezielle BNE-Gesichtspunkte aufgreift und umsetzt.

Zielgruppe: Tagungsteilnehmer mit naturwissenschaftlichem Hintergrund

Themenworkshop 2

„FahrRad! - fürs Klima auf Tour“ – bundesweite VCD-Kampagne
Regionales Umweltzentrum, Naturerkundungsstation (NEST) Wolfsburg

Die bundesweite Kampagne des VCD zur Fahrradförderung bei Jugendlichen wird in WOB von der Naturerkundungsstation durch Aktionen und Sonderpreise ergänzt. Das Ergebnis: Hier sind bundesweit die meisten Schulen am Start.
"Alle reden vom Klimawandel. Wir tun etwas dagegen!" Das ist Motto der VCD-Kampagne "FahrRad! - fürs Klima auf Tour". Deutschlandweit sagen Jugendliche NEIN zum Elterntaxi, schwingen sich aufs Fahrrad und sparen so CO2. Durch die so erradelten Kilometer bewältigen sie parallel eine virtuelle Radtour im Internet. Hier warten auf die Teilnehmenden Infos rund um die Themen Radfahren und Klima, witzige Spiele und tolle Gewinnmöglichkeiten. Mitmachen können Jugendgruppen und Schulklassen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Geradelt wird von Anfang März bis Ende Juli.
Die Naturerkundungsstation Wolfsburg (NEST) motiviert seit 5 Jahren Schulklassen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Das NEST organisiert vor Ort eigene Preise und Veranstaltungen dazu. Der Erfolg: 2011 nahmen aus Wolfsburg 27 Klassen von fünf Schulen erfolgreich teil.
Inhalte des Workshops: Präsentation der bundesweiten Kampagne sowie Vorstellen, Ausprobieren und Austausch zu Unterrichtsideen und Aktionen zum Mobilitäts-verhalten bei Jugendlichen, Erfahrungsberichte von teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
Ziel: Kennenlernen von Aktionen zur Fahrradförderung bei Jugendlichen auf nationaler und lokaler Ebene
Zielgruppe: Umweltbildungs-Multiplikator/innen, Lehrkräfte der SEK I (5.-10. Klasse), Verwaltung

Themenworkshop 3

Curriculum Mobilität – ein umfassendes didaktisches Bausteinkonzept für den in Niedersachsen neu geschaffenen Lernbereich Mobilität zur Vermittlung von Mobilitätskompetenz in der Schule
Niedersächsisches Kultusministerium und AUTOSTADT GmbH

Niedersachsen hat 2002 die herkömmliche Verkehrserziehung durch den Lernbereich Mobilität abgelöst. Das hierzu entwickelte Curriculum Mobilität, das laufend aktualisiert wird, steht unter dem Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. In dem Workshop wird der aktuelle Stand vorgestellt. Dabei wird auf die theoretische Grundlegung für die Auseinandersetzung mit nachhaltiger Mobilität in dem Curriculum sowie auf die grundlegende Struktur des Curriculums mit seinen 10 Bausteinen eingegangen. Am Beispiel eines Bausteins ist eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung vorgesehen.

Themenworkshop 4

E10 – Pro und Contra: Das Bioethanol-Projekt – vom Acker in den Tank?
Schulbiologiezentrum Hannover

Nachwachsende Energieträger in der Schule: Wie viel Hektar braucht ein Auto?
Begriffe wie „Biodiesel“ und „Bioethanol“ suggerieren im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung. Halten sie, was sie versprechen? Wie steht es mit der „Nachhaltigkeit“ und der „Ökovalenz“?
Wir möchten die gesellschaftlich-politische Diskussion des Themas „Bioethanol: Vom Acker in den Tank?“ durch schulpraktische Experimente unterfüttern: Wir werden aus Kartoffeln bzw. Mais Stärke gewinnen und durch (enzymatische) Verzuckerung, Vergärung und Destillation (brennbares) Ethanol herstellen. Dabei werden wir die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsschritte quantitativ und qualitativ untersuchen. Abschließend sollen mit anschaulichen Vergleichen der Energiegehalt des Ethanols und der Energieaufwand/Flächenanspruch bei der Produktion gegenübergestellt werden.

Themenworkshop 5

Sonne und Wasser im Tank? Mobil mit Brennstoffzellen
Schul-Lab der IGS Mühlenberg Hannover

Wo auch immer die Zukunft der Antriebe der Automobilität liegt: Für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht sind Wasserstofftechnologie und Brennstoffzelle spannende Themen! Vorgestellt werden die Inhalte (und Versuche!) eines Projektangebots des Schul-LABs der IGS Mühlenberg für Klassen ab Jahr-gang 9.

Themenworkshop 6

MobilitätsKULTUR - Künstlerisch-kreative Zugänge in der Mobilitätsbildung
HVV-Schulberatung, Hamburger Verkehrsverbund GmbH

Der Öffentliche Verkehr (ÖV) ist ein wesentlicher und unverzichtbarer Teil des Umweltverbundes - ohne einen leistungsstarken ÖV ist nachhaltige Mobilität nicht zu haben. Im Hinblick auf Ökobilanz, private und volkswirtschaftliche Kosten sowie Sicherheit sprechen alle Argumente für Bus & Bahn. Aber: Argumente sind geduldig. Bei der Verkehrsmittelwahl spielen neben rationalen Erwägungen auch und vor allem emotionale und affektive Besetzungen eine entscheidende Rolle. So können Erlebnisqualität und statusbezogene Assoziationen Identifikationen mit einer bestimmten Auto-Marke stiften – wobei Vernunftgründe keine Rolle spielen oder allenfalls von untergeordneter Bedeutung sind: „Es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist was es ist, sagt die Liebe“ – so liest es sich mit den Worten von Erich Fried in einer Werbekampagne von Volkswagen.
Was hat der öffentliche Verkehr dem entgegenzusetzen? Die primäre, pragmatische Funktion des ÖPNV ist Personenbeförderung. Darüber hinaus ist er jedoch Teil des öffentlichen Raumes, der auch eine soziale und kulturelle Dimension hat: Bahnhöfe, Haltestellen und Fahrzeuge sind – mehr oder weniger ansprechend – gestaltet. Insbesondere für Jugendliche stellen Bus und Bahn eine Bühne dar, sie sind Orte des Auftritts und der Selbstinszenierung. Und nicht zuletzt  finden hier Begegnungen statt, in denen Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft aufeinander treffen.  
Genau hierin liegt eine große Chance für den öffentlichen Verkehr: Fantasie-Räume zu öffnen und den jungen Nutzern Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten einzuräumen. Identifikation wird hier nicht über schöne Bilder organisiert, sondern ist in wirksamer Teilhabe an der öffentlichen Angelegenheit ‚Verkehr‘ fundiert.  Das Motto: Reclaim public transport!
Dieser Ansatz einer MobilitätsKULTUR, von der HVV-Schulberatung seit vielen Jahren erfolgreich erprobt, wird im Workshop an Hand einiger praktischer Beispiele erläutert: Literatur – Bildende Kunst – Theater – Film.
Vgl. hierzu: http://www.hvv.de/wissenswertes/mobilitaetsbildung/mobilitaetskultur/

Themenworkshop 7

Der Ilmenau-Erlebnis-Radweg – Partizipation von Schülerinnen und Schülern durch die Gestaltung von Informationselementen als Beitrag der Regionalentwicklung in drei Landkreisen
Umweltbildungszentrum SCHUBZ der Hansestadt Lüneburg

Schüler/innen entwerfen Ideen für ihren Ilmenau-Radweg - Neue Zugänge zur nachhaltigen Entwicklung an der Ilmenau
Das Umweltbildungszentrum SCHUBZ hat im Rahmen des Programms „Natur erleben“ des niedersächsischen Umweltministeriums und des Hamburg Niedersachsen Fonds von den Landkreisen Lüneburg, Harburg und Uelzen den Auftrag bekommen, Naturinformationspunkte zur Nachhaltigen Entwicklung an der Ilmenau zu gestalten. Entstanden sind dabei unter Mitwirkung der Leuphana Universität Lüneburg Informationstafeln, Podcasts, Hörbücher, interaktive Elemente und GPS-Routen.
Bei der Projektentwicklung hat das SCHUBZ mit fünf Schulklassen aus drei Landkreisen zusammengearbeitet. Die Ideen für verständliche und interessante Elemente wie Podcasts, Comics und Spielerisches haben die Schülerinnen und Schüler selbst entwickelt. Bei dem Projekt wurde das Thema „Nachhaltige Entwicklung in der Region“ von Schulen aufgearbeitet. Die vielen kreativen Ideen wurden dann vom SCHUBZ in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern umgesetzt.
Auf www.ilmenauradweg.de erhalten Interessierte weitere Informationen rund um den Ilmenau-Radweg: Alle Tafeltexte können hier kostenlos im mp3-Format heruntergeladen werden, was auch ein barrierefreies Verstehen der Tafeltexte ermöglicht. Einige Themen des Radwegs sind ebenfalls als spannendes Hörspiel im Download nutzbar.
In dem Themenworkshop wird die Projektstruktur erläutert und die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler vorgestellt. Anschließend soll mit den Teilnehmenden diskutiert werden, inwieweit Partizipation von Schülerinnen und Schülern bei diesem Projekt und zukünftigen Radwegegestaltungen gelingen kann.

Themenworkshop 8

Einfach Einsteigen (in Bus und Bahn) - Angebote für den Elementarbereich
HVV-Schulberatung, Hamburger Verkehrsverbund GmbH

Die öffentlichen Verkehrsmittel leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur nachhaltigen Mobilität.
Die Schulberatung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) möchte bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern, durch einen spielerischen Zugang, die Lust an der Fahrt mit Bus und Bahn wecken.
Wir bieten die öffentlichen Verkehrsmittel als Erfahrungsräume, in denen Kinder sowohl ihre Sozialkompetenz, als auch ihre Mobilitätskompetenz erproben und erwerben können. Der ökologische Vorteil der Mobilität im Umweltverbund kann an dieser Stelle auch thematisiert werden.
Die Schulberatung wird ihr Konzept für den Elementarbereich erläutern, eine Materialkiste zum Thema vorstellen und den Teilnehmenden anbieten, die Materialien und Spiele dieser Kiste auszuprobieren.

Themenworkshop 9

 Nachhaltig mobil! - "Wissen verbreiten - Innovationen fördern"

Institut für Stadt- und Kulturraumforschung der Leuphana Universität Lüneburg in Kooperation mit den Heinrich-Böll-Stiftungen im Norden

Für die aktive Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft kommen attraktiven und ressourcenschonenden Mobilitätsangeboten eine zentrale Bedeutung zu. Die Wissenschaft kennt eigentlich schon lange nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklungsstrategien, die die Mobilitätsansprüche in städtischen Ballungszentren und auf dem Land mit 
den Voraussetzungen für eine lebenswerte Zukunft verbinden. Aber mit der Umsetzung hapert es. Zukunftsfähige Konzepte bleiben Modellprojekte mit begrenzten Wirkungskreisen.

Aus unserem Workshop soll ein “Wirkshop“ werden. Es wird darum gehen, die Hürden für eine kluge Mobilitätspolitik zu identifizieren und unter der Leitidee der Bildung für nachhaltige Entwicklung konkrete Vorschläge für Wissenstransfer und neue Mobilitätsformen zu entwickeln.

Referent: Apl. Prof. Dr. Peter Pez, Dekan der Fakultät I: Bildungs-, Kultur- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg.

Moderation: n.n. (Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein)

Themenworkshop 10

BNE - Wege zu einer Vernetzung der Akteure von der Lehrerbildung bis zum außerschulischen Lernort – Dauer 2,5 h
Institut für Biologie und Chemie Uni Hildesheim und phaeno Wolfsburg

Ziel: Der Workshop hat ein dynamisches Format und möchte die Akteure aus den verschiedenen Bereichen der Lehrerbildung, der Schulentwicklung und der Schule miteinander ins Gespräch bringen mit dem Ziel, eine bessere Vernetzung zu ermöglichen. Die Referenten stellen in Form von Kurzreferaten Umsetzungs-möglichkeiten einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vor und lassen in der anschließenden Diskussion ihre Kenntnisse und Erfahrungen einfließen. Möglichkeiten und Grenzen der BNE-Vermittlung in der Praxis und unterrichtlichen Umsetzung können Institutionen übergreifend diskutiert werden. Kann durch bessere Vernetzung und Abstimmung der Ausbildungsschritte in der Lehrerbildung bis hin zur eigenen Lehrtätigkeit an der Schule und der Nutzung außerschulischer Lernorte wie phæno die Bildung für nachhaltige Entwicklung intensiviert werden?
Zielgruppe: Akteure aus dem Bereich der Lehrerbildung an der Hochschule und an den Fachseminaren, aus der Schulentwicklung in den Ländern, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerschulischer Lernorte und weitere Interessierte.