Erläuterungen zu den Arbeitsgruppen

NUN-Arbeitsgruppen

AG 1   Schulische Bildung

Koordinator: Jörg Utermöhlen, Niedersächsisches Kultusministerium

Leitung: Torben Wegner, Landeskoordinator „Zukunfts Schule SH“, Schleswig Holstein und Jutta Westermayer, Fachberaterin BNE, NLSchB Lüneb


„Nutzen und Chancen eines norddeutschen Klimasiegels für Schulen“
Das Norddeutsche Klimasiegel soll im Hinblick auf das Hamburger Klimasiegel sowie die Bedingungen der anderen Bundesländer thematisiert werden.
Als Zielgruppe für den Workshop der NUN-AG Schule sind an BNE interessierte Personen in Verbindung mit Schule vorgesehen. Im Workshop der NUN-AG Schule wird das Norddeutsche Klimasiegel thematisiert. Dazu soll das Hamburger Klimasiegel sowie die Bedingungen und der Stand der Überlegung in den anderen Bundesländern vorgestellt werden. In der anschließenden Diskussion sollen der Nutzen für die Schule und Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Norddeutschen Klimasiegels diskutiert werden.

AG 2   Berufliche Bildung

Koordinator: Dr. Klaus-Dieter Mertineit, Institut für nachhaltige Berufsbildung & Management-Services GmbH    

Nachhaltige Schulentwicklung und nachhaltiger Unterricht an Berufsbildenden Schulen
In dem Workshop werden konzeptionelle Ansätze und praktische Beispiele für die Verankerung von Nachhaltigkeit in Berufsbildenden Schulen präsentiert und diskutiert. Motto: Wir geben der Nachhaltigkeit ein Gesicht! Weiteres Thema ist die Frage, wie der Informations-austausch und die Zusammenarbeit zwischen an nachhaltiger Schulentwicklung interessierten Berufsbildenden Schulen im norddeutschen Raum organisiert werden kann.

AG 3   Hochschule

Koordinator: Prof. Dr. Georg Müller-Christ, Uni Bremen

BNE an Hochschulen – good practices von Lehrformaten für BNE
Die AG-Hochschule initiiert einen Austausch und Lernprozess über die Einbeziehung von BNE an Hochschulen. Auf Tagungen und in Broschüren werden good practices von Lehrformaten für BNE vorgestellt. Die Bündelung der  Kräfte dient dazu, politisch deutlicher zu betonen, dass ohne zusätzliche finanzielle Kapazitäten der Aufbau von BNE an Hochschulen nur fallweise gelingen kann. Die AG lädt Interessierte aller Hochschulen ein, sich in diesen Prozess mit einzubringen. Die laufenden Projekte werden in der Sitzung vorgestellt und weiterentwickelt.

AG 4   Zertifizierung in der außerschulischen BNE

Koordinatorin: Dr. Brigitte Varchmin, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

Präsentation der zwei besten Marketing-Entwürfe für die NUN-Zertifizierung
Die NUN-ZAG hat ein Qualitätsverfahren mit Zertifikat für die außerschulische BNE für die NUN-Länder entwickelt, ausgehend vom System in Schleswig-Holstein. Dies System soll Nun-weit mit Hilfe einer Marketing-Strategie eingeführt und zukünftig begleitet werden.
Die 2 besten eingereichten Marketing-Konzepte werden vorgestellt. Alle Teilnehmenden haben die Möglichkeit, sich an der Diskussion zu beteiligen und Empfehlungen für die Auswahl einzuspeisen. Mit der Umsetzung soll zeitnah begonnen werden.

AG 5   Internationale Weiterbildung – vom Süden lernen

Koordinator: Kai-Oliver Farr, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH    

Nachhaltige Mobilitätskonzepte in Entwicklungs- und Schwellenländern    
Erstmals in der Menschheitsgeschichte lebt heute mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten und Großstädten. Das rasante Wachstum der Städte erfolgt vor allem in den Ländern des Südens. Verkehr bzw. die Sicherstellung von „Erreichbarkeit“ ist die Grundlage für das Funktionieren der Städte und damit bedeutsame Determinante für deren Positionierung im weltweiten Wettbewerb im Rahmen der Globalisierung.
Im weltweiten Vergleich lässt sich verdeutlichen, dass es wechselseitige Beziehungen zwischen der Mobilitätsgestaltung und der Struktur einer Stadt gibt, wobei die einzelnen Städte dabei sehr unterschiedliche Bilanzen hinsichtlich ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Kosten bzw. Nutzen haben.
Gute und schlechte Beispiele für nachhaltige Mobilitätskonzepte finden sich sowohl in den Städten des Nordens als auch denen des Südens. Ein wechselseitiger Erfahrungsaustausch und das Lernen aus den Erfahrungen Anderer sind heute notwendiger als jemals zuvor.
Im Workshop werden einzelne Faktoren, die nachhaltige urbane Mobilität bestimmen, herausgearbeitet und in Zusammenhang gestellt. Viele dieser Faktoren beeinflussen sich wechselseitig, was diese Aufgabe umso schwerer macht. Ziel ist es deswegen, die Komplexität und Vielschichtigkeit urbaner Mobilitätsprobleme zu verdeutlichen und dadurch ein wirklichkeitsnahes Problemverständnis zu schärfen.
Zielgruppe: Interessierte mit und ohne Vorkenntnisse in den Themenbereichen nachhaltiger Mobilitätskonzepte in Entwicklungs- und Schwellenländern
Ziel des Workshops: Schärfung eines realitätsnahen Problemverständnisses durch die Identifizierung von Faktoren, die nachhaltige urbane Mobilität bestimmen, und die Herausarbeitung von Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren.
Methodisches Vorgehen: Impulsvortrag über unterschiedliche Entwicklungen bei der urbanen Mobilitätsgestaltung einzelner Städte im weltweiten Vergleich; Diskussion im Plenum; Zusammenfassung von Erkenntnissen.

Weitere Arbeitsgruppen

AG 6   Hochschule

Moderation: Prof. Dr. Andreas Fischer; Leuphana Uni Lüneburg

„Norddeutsche Arbeitsgemeinschaft Berufs- und Wirtschaftspädagogik für eine nachhaltige Entwicklung"
Ziel des Workshops ist es, das berufs- und wirtschaftspädagogische Forschungs- und Lehrpotenzial für inhaltliche, konzeptionelle, organisatorische und strategische Verknüpfungen einer beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung auszuloten. Erörtert werden soll, inwieweit ein „BWP-Netzwerk Nachhaltiger Norden“, das sich aus Berufs- und Wirtschaftspädagogen norddeutscher Universitäten zusammensetzt, die global ausgerichtete Idee der nachhaltigen Entwicklung in Norddeutschland zielführend unter¬stützen kann.

AG 7   Schullandheime und BNE

Moderation: Herr Klaus Kruse, Leiter der Päd. Arbeitsstelle, Verband Dt. Schullandheime

„In Schullandheimen BNE (er)leben“
Schullandheime bieten sowohl für schulische als auch für außerschulische Gruppen vielfältige Möglichkeiten, BNE zu erleben. Neben der Vorstellung von Praxisbeispielen soll mit der Gründung einer NUN-AG die Vernetzung von Bildungseinrichtungen und Kooperationspartnerinnen und -partnern im norddeutschen Raum intensiviert werden.

AG 8 "Implementierung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung"

Moderation: Harald Kleem, Koordinator des niedersächsischen Pilotprojekts zum Orientierungsrahmen

Die Verankerung der Globalen Entwicklung in der schulischen Praxis
In dieser AG sollen die länderspezifischen Strategien zur Verankerung des Orientierungsrahmens vorgestellt werden. Dabei geht es um Aspekte wie Kompetenzorientierte Unterrichtsmodelle, Verankerung im Schulprogramm und -curriculum, Kooperation von Schulen mit  Nichtregierungsorganisationen auf der Grundlage von kompetenzorientierten Angeboten und die Rolle der internationalen Partnerschaften. Am Ende sollte erörtert werden, ob diese AG zu einer ständigen Einrichtung der NUN werden kann.

AG 9   Friedenspädagogik - Mobil sein für eine friedliche Zukunft

Moderation: Nikolaus Bois, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Mobil sein für eine friedliche Zukunft
Bildung für nachhaltige Entwicklung und Friedenspädagogik - passt das zusammen? Mitglieder der AG Friedenspädagogik zeigen an ausgewählten Beispielen die Passgenauigkeit beider Themengebiete auf, wobei sie das nicht zuletzt am Beispiel des thematischen Schwerpunkts der NUN-Konferenz, "Mobilität", realisieren werden.